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Finnen - Guide

Welches Finnensystem für mein Surfboard?

Das Thema Surffinnen für deinen Wellenreiter kann ein ganz Ausschweifendes sein. Es kann aber auch ganz einfach behandelt werden, wenn du nur ein paar Kennzeichen weißt.

 

Wir erklären dir, wie du ganz schnell die passende Finne aussuchen kannst, wenn du ein paar neue benötigst oder einfach die langweiligen Finnen austauschen willst, die in der Regel im Lieferumfang deines Surfboards sind.

Beim Kauf deines Surfbrettes sind in der Regel Finnen enthalten. Diese sind meist schlicht und eventuell nicht so hübsch. Qualitativ sind das auch meistens nicht die besten Surfboardfinnen aber gerade in den Anfängen ist das eher egal. Größe, Flex und Material sind für eine recht lange Zeit irrelevant.

Bis du dahin kommst, den unterschied der Finnen unter deinem Brett beim Surf festzustellen werden einige Jahre ins Land gehen, behaupten wir. Wenn es schneller geht, herzlichen Glückwunsch, dann bist du entweder megaviel am Surfen oder heftigst talentiert.

Aber was sind die Eckpunkte? Du bist auf der Suche nach Surffinnen für dein Surfboard und möchtest dich informieren? Dann bekommst du hier deinen Input.

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Ein klassisches Thruster Finnen-SetUp

- hier mit nicht mehr erhältlichen 5 Ocean Fins

Welche Finnensysteme gibt es?

 

Grundsätzlich gibt es fünf unterschiedliche Arten von Finnensystemen, die durch vor allem einen Hersteller im Markt bestimmt werden.

Das sind die Systeme von FCS, die ihre eigenen Systeme mit FCS1 und FCS2 betiteln. Dazu kommt das Finnensystem genannt: Futures, das sich als weiteres System im Markt absolut etabliert hat.

Ein weiteres System ist die US.Box: Die US.Box nimmt die großen Centerfinnen auf, die auch als Singlefin, also ohne Beifinne gesurft werden. Oder aber auch als Centerfinne mit zwei kleineren daneben 

Das fünfte Finnensystem wären die einlaminierten Finnen, die also fest in das Surfbrett eingefertigt sind und sich nicht ohne großen Aufwand austauschen lassen.

 

Wichtig: Die Finnensysteme unterscheiden sich nicht in der Art der Finne an sich, sondern in der Montage unter deinem Surfbrett.

Woran erkenne ich ein Finnensystem?

 

FCS1:

Das System FCS1 zeichnet sich dadurch aus, dass die Finne in den Finnenkasten gesteckt und dann mit jeweils zwei Schrauben fixiert wird. Die Finnenschrauben werden hierbei diagonal seitlich vom Finnenkasten der Finne zugeführt und verkanten diese an den Stiften der Finne, die du im Finnenkasten versenkt habt. Die äußeren Finnen erhalten ihre Fixierung hierbei jeweils von der Innenseite zum Board, die Centerfinne erhält jeweils eine Fixierung von links und von rechts. Die Finnen sind am Finnenkörper mit zwei Stiften ausgestattet, auf denen du jeweils eine kleine Kerbe sehen kannst in die die Finnenschraube greift, wenn sie auf die Finne trifft. Bei bereits genutzten Finnen kannst du deutlich sehen, wo die Schraube bereits gesessen hat.

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Futures:

Die Futures-Finnenkästen erkennst du daran, dass die Schraube, die zur Fixierung der Finne im Finnenkasten benötigt wird, direkt vor dem Finnenkasten sitzt und nicht wie bei den FCS-Boxen seitlich. Die Finnen sehen unten am Körperteil, der in der Finnenbox versenkt wird eher aus wie ein Gitter, wo hingegen bei den FCS-Finnen zwei Stifte hervorstehen.

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Beispiele zweier Futures Finnen, ausschlaggebend sind die Kerben vor und hinten. Hinten zum einhaken im Finnenkasten, vorn zum festziehen der Finnenschraube.

FCS2:

Das FCS2-Finnensystem ist die Weiterentwicklung der FCS1-Finne. Sie ist von Ihrer Art und Eigenschaft identisch, je nach Modell. Das System der Montage jedoch ist deutlich einfacher und schneller zu handhaben. Die Finnen werden einfach eingesteckt und halten an Ort und Stelle. Wenn du bei einem größeren Surfbrett mit einer größeren Single-Fin surft, ist diese ebenfalls deutlich einfacher zu montieren. Diese größeren Finnen werden in der Regel in einer US.Box montiert. Das FCS2 System ermöglicht die große Finne ebenfalls einfach einzustecken. Du kannst darauf verzichten die manchmal etwas fummelige Montage mit Schraubenplättchen und Schraube zu verwenden. Auch hier steckst du die Finne einfach auf gewünschter Höhe ein. Tipp: Der Widerstand ist manchmal recht schwierig und mit der bloßen Hand etwas schwergängig. Greife die Finne einfach mit einem Handtuch, einem Lappen, der Manschette deiner Leash oder einem T-Shirt – deutlich einfacher.

U.S.-Box:

Die U.S-Box ist immer die Centerfinne. Der Finnenkasten ist wesentlich länger als der Kasten eines anderen Systems. In der Mitte des Kastens hat der Schlitz eine kleine Aussparung, in die der kleine Stift passt, der am hinteren Teil der Finne heraussticht. Dieser wird dort eingeführt und die Finne dann nach hinten geschoben. Der vordere Teil wird einfach im Kasten versenkt. Im Vorhinein hast du das Plättchen in den Schlitz eingesetzt, dass du dann nach vorn über die Öffnung des Schraubenloches in der Finne schiebst. Um das Plättchen zu führen hilft dir der Finnenschlüssel. Die Finnenschraube verbindest du dann mit dem Plättchen. Die Finne sitzt. 

 

Vor allem Longboards und speziell für das Singlefin-Surfen geshapede Bretter sind mit U.S.-Boxes ausgestattet. Aber auch kürzere Bretter können über U.S.-Box Finnensysteme verfügen. Schon bei Minimalibus bei Größen ab beispielsweise 6.10“ können diese Vorkommen und sind da auch gut aufgehoben. Meist kann die Single Fin bei diesen Brettern durch Side Fins ergänzt werden, was  das Surfbrett in seiner Fahrweise vielseitiger macht.

 

Longboards, oder auch kleinere, lediglich für das Single-Fin-Surfen geshapedte Surfboards verfügen oftmals nur über diesen einen Finnenkasten. Funboards oder Malibus haben zusätzlich noch die Sidefins, die in der Regel ein FCS1-System sind. Diese Finnen kannst du wahlweise zusätzlich setzen, je nachdem welchen halt du deinem Brett verleihen willst, wenn die Wellen etwas größer sind und du diese in schärferem Winkel abfahren willst.

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Links eine herkömmliche Longboardfinne für die US.Box zum einschrauben. Die rechts abgebildete Finne ist für die neueren Boxen mit FCS2-System gebaut.

Einlaminierte Finnen:

Diese sind fest im Surfboard verbaut. Davon würden wir unbedingt abraten wollen. Die Finnen lassen sich nicht austauschen, wenn du mal eine andere probieren willst und vor allem hast du ein riesen Thema, wenn mal eine bricht. Hinzukommt auch, dass du die Finnen bei Transport im Flugzeug nicht demontieren kannst. Das erhöht das Risiko mit einem schadhaften Brett am Urlaubsort zu landen ungemein – und das ist das ärgerlichste Szenario der Surferwelt. Die Herren der Gepäckverladung interessiert es nämlich nicht die Bohne, wie viel Liebe in einem Boardbag liegt… Wir lieben unsere Bretter, die sind uns heilig und wir wetten, dass es euch auch so geht.

 

Die Auswirkungen der unterschiedlichen Finnen-SetUps und die Formen und Härten der Finnen findest du weiter unten in diesem Artikel:

Welche Vor- und Nachteile hat welches Finnensystem?

FCS1:

Ist das am weitesten verbreitete Finnensystem. Es hat einfach die breiteste Range an Auswahl, bietet die günstigsten Varianten und hat sich in den letzten Jahren zunehmend etabliert. Nachteil ist, dass diese Finnen nicht in einer FCS2-Box verwendet werden können, solang du keinen Adapter verwendest

FCS2:

FCS2 Finplugs, also die Finnenboxen, können auch die Finnen des Vorgängers aufnehmen, sofern du Adapter verwendest (ca. 12,- €). Andersherum geht das nicht. Das FCS2-Finnensystem ist das neuere System und wird sicher in den nächsten Jahren den Markt erobern. Die einfache Handhabung lässt dich die Finnen wesentlich schneller montieren und das Fummeln mit den Mini-Schrauben entfällt.

Futures:

Das Futures-Finnensystem ist im Vergleich zu den FCS-Systemen längst nicht so weit verbreitet. Es wird weniger oft verbaut, das Angebot an Finnen ist kleiner als beim FCS-System. Heißt: Dir eine neue Finne auszusuchen schränkt dich in der Vielfalt ein. Zudem sind die Futures-Finnen in der Regel etwas teurer. In der Montage hat dieses System keine großen Vor- oder Nachteile – außer, dass es für die Montage im Vergleich zur FCS1-Finne lediglich eine Finnenschraube anstatt von zwei Schrauben benötigt

U.S.-Box:

Die U.S.-Box ist etwas fummelig in der Montage mit dem Schraubenplättchen. Wir haben mal eine Schraube bei der Montage im Rasen verloren. Kein Surf für uns an diesem Tag.

 

Der Vorteil einer U.S.-Box ist, dass die Position der Finne innerhalb der Box variabel ist. Du kannst also die Finne etwas weiter vorn oder hinten platzieren und somit die Eigenschaft, die die Finne erfüllen soll, beeinflussen. Setzt du die Finne hinten an, so verleiht sie dem Board mehr Stabilität beim Abfahren der Welle und lässt das Board schneller mehr Geschwindigkeit aufnehmen. Montierst du die Finne weiter vorn in der Box, so erhält das Brett mehr Drehfreudigkeit. Du kannst das größere und eher trägere Board dann leichter wenden und wirst von der Finne bei den Turns unterstützt. Das Brett verliert mit dieser Einstellung aber etwas an Speed und sitzt nicht so fest in der Welle. Your Choice. Das neue FCS2-System bietet die großen Boxen für Single-Fins als Alternative neuerdings an. Die U.S.-Box war vorher noch alternativlos.

Aus welchen Material bestehen Surffinnen?

Die Materialien im Überblick:

Im Grundsatz merke: Flexible Finnen lassen dich besser Geschwindigkeit generieren, sind also in kraftloseren Wellen vorteilhaft. Steifere Finnen verleihen dir mehr Kontrolle und halt in der Welle, sollten aber nur gesurft werden, wenn die Welle auch genügend Kraft mitbringt.

 

Aber welches Material verleiht Flex und welches verleiht Härte?

Glass Flex-Thermotech-Composite Core:

Ein Kunststoff-Glasfaser Mix. Eine kostengünstige Variante, die oft als Standard verwendet wird und die Regel ist, wenn es Finnen zum gekauften Surfbrett dazu gibt. Diese Finnen kannst du benutzen, die sind nicht schlecht. Wenn es aber dann an anspruchsvolleres Surfen geht, wirst du bald etwas anderes wollen.

Neo Glass:

Mit einem erhöhten Glasfaseranteil im Verhältnis zum Kunststoff wird diese Finne wesentlich härter und verliert an Flex. Härtere Finnen lassen dich radikaler surfen und engere Turns fahren. Eine Aufsteigerfinne, sie ist meist hochwertiger aber trotzdem noch nicht überteuert. Eine solide Wahl.

Honeycomb:

Die wohl beste Allround-Finne mit starker Performance. Sie besteht aus Glasfasern, die einen bienenwabenartigen Schaumkern umhüllen. Durch den schaumigen Kern bleibt die Finne leicht, erhält jedoch, durch das Wegfallen des Kunststoffes, einen erhöhten Steifegrad.

Fiberglass:

100% Fiberglass. Sie ist etwas schwerer als die vorbeschriebenen Finnen. Wenn du aber so weit bist und jede Nouance im Wasser spürst, verleiht sie dir die absolute Kontrolle in kraftvollen Wellen. Kraftlosere Wellen sollten allerdings mit flexibleren Wellen gesurft werden. Der Flex in der Finne ermöglicht es dir besser Geschwindigkeit zu generieren.

Core Carbon-Techflex-Black Stix:

Fiberglas Finnen, die um ihren Schaumkern Carbonverstärkungen erhalten. Durch unterschiedliche Platzierung der Carbonmatten um den Kern herum, können die Finnen in ihren Eigenschaften auf ein kleinstes Detail auf unterschiedliche Wellen und Surfstile abgestimmt werden. Eher die Pro-Finne für die Surfer, die genau wissen, was ihre Finne leisten muss.

Nachhaltigkeit:

Wenn du der Natur etwas Gutes tun möchtest, dann konzentriere dich bei der Suche nach der passenden Finne auf Hersteller, die nachhaltig denken und recycelte Rohstoffe verwenden. So sollten vor allem die Kunststoffanteile nicht neu in unseren Kreislauf gelangen. Es schwirrt genügend Plastik da draußen herum, das wir wiederverwenden sollten. Die Surffinnen in unseren Online-Surfshop sind nachhaltig produziert und in einer geschlossenen Produktionskette hergestellt. Wir empfehlen die Finnen von Rebel Fin Co. Dieses nachhaltige StartUp aus Hamburg verwertet unterschiedliche Materialien nach recyceltem Einkauf, produziert hochwertige Surfboard-Finnen und bleibt dabei sogar preiswerter als viele Mitbewerber und vor allem gegenüber der Mainstream-Finnenproduzenten.

Siehe hier: https://shop.kommsurfen.de/

Wie groß sollte meine Surffinne sein?

Wenn du nach Finnen in einem Onlineshop recherchierst oder ein Päckchen in einem Laden in die Hand nimmst wwirst du mit einer Größeneinteilung wie bei Kleidung konfrontiert. XS, S, M, L, XL.

 

Grundsätzlich kannst du dich wie folgt orientieren:

XS:   Über 55 kg
S:     55-70 kg
M:    65-80 kg
L:     75-90 kg
XL:  Über 85 kg

Der Aufbau einer Surffinne:

 

Base. Die Basis

Die Finnenbase ist die Länge der breitesten Stelle des Finnenkörpers. Je breiter die Base, desto schneller die Finne. Die Base sorgt für zügigen Geschwindigkeitsaufbau und hilft dabei diese Geschwindigkeit auch zu halten.
 

Tip. Die Spitze

Die Tip ist die Spitze der Finne. Man merke, viel Fläche bietet viel halt. Ist die Tip spitz, kann das durch eine breitere Base ausgeglichen werden und den Halt in der Welle nicht zu verlieren. Ist die Tip spitzer, wird die Finne drehfreudiger und erleichtert euch Turns in der Welle.

Area. Die Oberfläche

Je größer die Gesamtfläche der Finne, desto mehr halt in der Welle. Merke aber auch, dass eine große Oberfläche auch die Wendigkeit deines Surfbretts hemmt.

Welche Finnen-SetUps gibt es?

 

Insgesamt gib es sechs unterschiedliche Finnen-SetUps für dein Surfboard, also die Art und Weise, wie die Finnen unter dem Surfboard angeordnet sind. Die unterschiedlichen SetUps beeinflussen das Fahrverhalten deines Surfbretts. Sie sind je nach Wellenstärke, Wellenform und deinem Surfstil anpassbar und können deine Performance um einiges verbessern. Es ist also wichtig, gerade als Anfänger, nicht mit dem falschen SetUp aufzuwarten und dann evtl. zu verzweifeln, obwohl dann Misserfolge schlichtweg auch auf die Formation deiner Finnen zurückzuführen sind. Wichtig ist aber auch, sich erstmal zu informieren und dann das SetUp zu bestimmen. Wenn es nicht gleich so läuft, wie du das möchtest, macht es eher weniger Sinn die verschiedenen Finnen-SetUps durchzutesten. Da hilft erst einmal einfach nur üben, üben, üben.

Thruster

Das wohl weit verbreitetste SetUp am Strand. Es liegt ganz einfach daran, dass es das vielseitigste Finnen-SetUp ist. Die mittlere Finne, die weiter hinten angeordnet ist als die beiden Seitenfinnen, gibt Stabilität beim Bottom Turn, das Heck rutscht dir dabei also nicht weg. Die seitlichen Finnen geben euch jeweils halt in der Welle, wenn du dich auf der Wellenwand befindest.

Single Fin

Wahrscheinlich die Stilvollste Art. Das Single Fin-Surfen ist vor allem bei den Lonboardern etabliert oder unter kürzeren aber eher Retro-Style geshapedten Bretter zu finden. Mit dem Single Fin SetUp steigst du in das smoothe Surfen ein. Ein Single Fin-Surfer bewegt sich mit langsamen Turns über die Welle und gleitet eher stilvoll dahin. Single Fin-Surfer findest du in seichten Wellen und du wirst sehen, dass die Herrschaften mit den Longboards oftmals Wellen bekommen, die du gern gehabt hättest. Mit der Single Fin surfst du eher down the line und biegst nicht all zu steil ab, das Fehlen der Sidefins nehmen bei radikaleren Moves dann auch den Halt und das Risiko dabei wegzurutschen ist größer als beim Thruster oder beim 2 + 1, dass dann die nächste Wahl wäre.

2 + 1

Das 2 + 1 Finnen-SetUp ist gleich dem Bild eines Thrusters, jedoch hast du hier die nach hinten gelagerte, mittlere Finne als größere Single Fin, die du mit den Sidefins eines Thrusters ergänzt. Hier gelangst du in den eher Performance orientierten Bereich eines Single Fin-Surfs. Es ermöglicht dir mit einem größeren Brett, Longboard oder Malibu, die etwas steileren Wellen seitlich zu surfen und nach dem Take Off direkt in die Wellenwand abzubiegen. Die Seitenfinnen geben dir halt und lassen das Brett schneller wenden.

Twin Fin

Das Twin Fin-SetUp findest du eher bei kleineren Surfboards wie auch etwa dem voluminösen Fish für schwächere Wellen. Bei dieser Variante fehlt die, nach hinten gestellte, Finne in der Mitte. Dadurch erhältst du unter dem Brett weniger Widerstand und das Wasser kann ungehinderter darunter durchfließen. Ergebnis = mehr Speed.

Weil aber auf die hintere, mittlere Finne verzichtet wird, verliert das Brett an Stabilität im Wasser. Du könnt kannst also mit dem Brett etwas mehr spielen, es aggressiver wenden und sogar Shifties einbauen. Ein sehr spaßiges SetUp – aber eher etwas für Surfer, die bereits wissen was sie wollen und tun.

Quad

Beim Quad-Finnen SetUp fehlt die mittlere, etwas weiter hinten gelagerte, Finne. Sie wird ersetzt durch je eine zusätzliche Seitenfinne – somit hast du auf jeder Seite zwei zueinander versetzte Finnen. Dadurch erhältst du zum einen mehr halt in steileren Wellen, wie zum Beispiel sogar Barrels, und zum anderen erhältst du einen schnelleren Wasserdurchlauf unter dem Board, sodass automatisch mehr Speed generiert wird. Es ist also ein super SetUp bei eben den sehr steilen Wellen als auch bei schwächeren Wellen, in denen du Performance und harte Turns zeigen willst.

5-Fins

Das Pro-SetUp für die Kelly Slaters unter den Surfern. Dabei hast du die Vorteile des Quad-SetUps und arbeitest dem Nachteil des fehlenden Halts entgegen. Das 5-Fin-SetUp siehst du wenn wohl auch mit einer kleineren Centerfinne am Ende des Tails. Diese Finne soll in den großen steilen Wellen zusätzlichen Halt bieten. Wer in diesen Wellen fällt,,, fällt tief und in der Regel hart.

Welche Finne ist die Richtige für mich?

Wenn du ganz am Anfang stehst, dann sind die Finnen, die bei deinem neu gekauften Surfboard dabei waren vollkommen in Ordnung. In der Regel sind die aber nicht hübsch und wir wissen: Ein bisschen hübsch muss auch sein, gerade am Anfang. Bevor du dahin kommst, dass du rein nach Material und Beschaffenheit Finnen und Material kaufst ist es ein weiter Weg. Solltest du also nun zu deinem neuen Brett ein paar schöne Finnen suchen, dann orientiere dich vor allem an den Größenangaben im Verhältnis zu deinem Gewicht. Siehe Tabelle etwas weiter oben. Darüber hinaus solltest du nicht direkt eine zu harte Finne kaufen, da sie dir in seichteren Wellen eher die Geschwindigkeit aus deinem Brett nimmt, die du in kleineren Wellen aber brauchst. Wähle also Glass Flex, Neo-Glass oder Honeycomb. Irgendwo in dem Bereich. Bist du schon länger unterwegs und du surfst deine Turns im Atlantik zwischen Herbst und Frühling, dann greif ruhig zu den härteren Finnen.

Aber vor allem: kommsurfen

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